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Trolleybusse in Mailand

Entlang des inneren Stadtrings fahren immer noch die vor vielen Jahrzehnten noch als die Zukunft des Busverkehrs gepriesenen, abgasfreien, leise surrenden Oberleitungsbusse der Linien 90, 91, 92 und 93. Die 90 verkehrt dabei von den Haltestellen Isonzo bis Lotto im Uhrzeigersinn, die 91 gegen den Uhrzeigersinn, Linie 92 und 93 verkehren im 3. und 4. Bezirk, also im östlichen Bereich der Stadt.

Das mit 600V Gleichstrom betriebene Obus-Streckennetz wurde 1933 eröffnet und erreichte Ende der 1960er Jahre mit fast 90 Kilometern Streckenlänge seine maximale Ausbaustufe, bevor in den 1970ern wieder einige der Obus-Linien auf normale Busse umgerüstet wurden. Die verbliebenen 4 Obus-Strecken sind heute in etwa 40 Kilometer lang und werden mit über 120 Bussen betrieben. In etwa die Hälfte davon sind noch die älteren, aber sehr bequemen gelben Modelle, die andere Hälfte der Busse besteht aus etwas futuristisch anmutenden, grünen Obussen. Besonders in der Rushhour sind die Obusse ganz essentiell für die Mailänder Pendler, da sie alle paar hundert Meter Haltstellen haben.

Mailand bei Nacht

Mailand bei Nacht @iStockphoto/Claudio Arnese

Als Tourist sollte man sich auf jeden Fall einmal eine Fahrt damit gönnen, schließlich sterben die anachronistisch anmutenden, aber umweltfreundlichen Obus-Linien mit ihren komplexen Oberleitungssystemen und den großen Auslegern sonst überall langsam aus.