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Mailänder Scala

Am Ende der Galerie Vittorio Emanuele II. kommt man auf die Piazza della Scala. Hier befindet sich das Teatro alla Scala, das Liebhabern von Kunst und Kultur aus aller Welt nur als „Die Scala“ oder die „Mailänder Scala“ bekannt ist. Sie ist eine der berühmtesten Bühnen der Welt – wer hier auftritt, egal ob Sänger, Tänzer oder Dirigent, ist Legende.

Die Scala selbst ist der Nachfolgebau des abgebrannten Teatro Regio Ducale und wurde 1778 errichtet. Die neoklassizistische Fassade wirkt schlicht und elegant, das Innere gediegen und edel. Im Rahmen der fast dreijährigen Rekonstruktion, die im Dezember 2004 beendet wurde, baute man nicht nur komplett neue Gebäude für Bühnentechnik, Chor und Orchester, sondern restaurierte auch die Theaterräume aufwendig und originalgetreu. Wer heute im Rahmen einer Stadtführung die Scala besichtigt – einzeln ist der Besuch leider nicht gestattet – wird überwältigt sein von den großen kristallenen Leuchtern, dem hohen, hellen Foyer und dem in rotem Samt und Damast erstrahlenden Zuschauerraum, der bis zu 2.200 Gästen Platz bietet. Übrigens: Beste Sicht und beste Akustik verspricht die Loge 18 im Parkett.

Zu Zeiten der einflussreichen Mailänder Familien traf man sich in der Scala zum sehen und gesehen werden. Heute ist es der Traum eines jeden Opernliebhabers, einmal eine Aufführung in der Scala miterleben zu dürfen. Die Karten sind jedoch schwer erhältlich, oftmals muss viele Monate im Voraus gebucht werden. Die wahrscheinlich besten Chancen auf einen Scala-Besuch hat man im Rahmen einer Opern-Pauschalreise.

Mailänder Scala

Mailänder Scala @iStockphoto/Alberto Fabiani

Die Saisoneröffnung findet jedes Jahr am 07. Dezember, dem Namenstag des Stadtpatrons von Mailand S. Ambrosius, statt. Dann geben sich hier Größen aus Politik, Kultur und Wirtschaft die Klinke in die Hand und man spürt sie, die Atmosphäre, die hier im 18. Jahrhundert geherrscht haben muss. Auch heute schafft es Generalintendant Stéphane Lissner, seit 2005 Nachfolger des legendären Riccardo Muti, Operngrößen wie Erwin Schrott, Placido Domingo, Jonas Kaufmann, Adriana Damato, Waltraud Meier oder Sonia Ganassi zu Auftritten in der Scala zu bewegen.