Reiseversicherung

Wer auf eine Auslandsreise geht, möchte viel erleben - nur Dinge wie Krankheiten, Unfälle oder Diebstähle nicht und er möchte auch nicht unerwartet die Reise abbrechen müssen. Tritt solch ein Fall dennoch ein, ist es sinnvoll dagegen versichert zu sein. Es existieren mehrere Reiseversicherungen, die sich auf alle möglichen Unannehmlichkeiten spezialisiert haben.



Das beginnt mit der Reiserücktrittversicherung. Im Falle einer akut auftretenden Krankheit, die die versicherte Person an der Reise hindert, übernimmt diese Versicherung die Stornokosten, die - je nach Art der Reise - beträchtlich sein können. Für chronische Krankheiten kommt sie jedoch nicht auf. Dann gibt es die Reiseabbruchversicherung: Muss der Reisende aus unerwarteten Gründen vorzeitig nach Hause zurückkehren, zahlt sie die nötigen Rückreise- und Stornokosten wahlweise voll oder zu einem gewissen Teil. Die möglichen Gründe für einen Reiseabbruch und Höhe und Umfang der Leistungen hängen von der Vertragsgestaltung ab.


Reiseversicherung @iStockphoto/gaspr13

Sehr wichtig bei Auslandsreisen ist eine Reisekrankenversicherung. Sie übernimmt alle Arzt- und Behandlungskosten, die durch Krankheiten aller Art entstehen und die nicht durch das Sozialversicherungsabkommen gedeckt werden, das Deutschland mit dem jeweiligen Reiseland geschlossen hat. Generell kann ein Deutscher im Ausland jene Leistungen, die die dortige gesetzliche Krankenversicherung übernimmt, ebenfalls in Anspruch nehmen. Da jedoch der gesetzliche Versicherungsschutz außerhalb Deutschlands längst nicht so umfassen ist, muss der Reisende sehr viel mehr selbst zahlen als im Inland. Die Reisekrankenversicherung tritt für diese Differenz ein. Zusätzlich wird in einigen Fällen der Heimtransport einer kranken Person übernommen. Der Reisende hat bei Vertragsabschluss die Wahl, wie umfangreich der Versicherungsschutz sein soll, zum Beispiel nur Basisleistungen wie Behandlungen vor Ort oder Sonderleistungen wie Krankenhaustagegeld, ein Rücktransport in jedem Fall oder ein Invaliditätsschutz. Je umfangreicher die Leistungen, desto höher fällt der Versicherungsbeitrag aus.

Eine Sonderform der Reisekrankenversicherung ist die Reiseunfallversicherung. Mit ihr lässt sich eine etwas risikoreichere Fahrt abdecken, zum Beispiel in entlegene Gebiete oder bei Reisen, die mit Extremsport verknüpft werden. Die Versicherung gleicht finanzielle Nachteile aus, die durch einen Unfall entstehen, kommt für die Kosten einer Bergung oder einer Rückholung im Todesfall auf und deckt eine mögliche Invalidität ab, die durch den Unfall hervorgerufen wurde. Ferner gibt es die Reisegepäckversicherung, die verlorenes oder gestohlenes Gepäck ersetzt. Die Vertragsbedingungen sind zumeist recht eng formuliert und fordern die versicherte Person zu einer lückenlosen Überwachung ihres Gepäcks auf.

Für den Fall einer plötzlich notwendigen Umbuchung wird eine Reiseumbuchungsversicherung angeboten, die die hierbei entstehenden Kosten auffängt. Die Höhe wird individuell im Vertrag geregelt.

Reiseversicherungen sind nicht nur für Touristen oder Geschäftsreisende erhältlich, sondern gleichfalls für Studenten, Menschen im Au-pair-Bereich und Praktikanten. Auch ganze Firmen können Reiseversicherungen abschließen und Gastgeber ausländischer Besucher haben die Möglichkeit ihre Gäste durch deutsche Anbieter gegen Risiken abzusichern. Für alle Reiseversicherungen gilt, dass sie wahlweise einzeln oder als Paket abgeschlossen werden können. Anbieter sind hierbei nicht ausschließlich Versicherungsunternehmen, sondern ebenso Makler, Verkehrsclubs sowie Reise- und Kreditkartenunternehmen. Die Verträge können den Bedürfnissen des Reisenden angepasst werden. Der Leistungsumfang bestimmt entsprechend die Höhe des Versicherungsbeitrages und es muss auch geklärt werden, in welchen Staaten oder Regionen die Versicherung gilt und ob eine Selbstbeteiligung gewünscht wird.

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